Integration
-Was bedeutet
Warnehmungsförderung für die Kinder im Kindergarten
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Gemeinsame Erziehung behinderter und nichtbehinderter
Kinder
Jeder ist ein wenig wie alle,
ein bisschen wie manche,
und ein bisschen wie niemand sonst.
(unbekannte Quelle)
Der Begriff Integration steht im Vorschulbereich für
das Zusammenleben unterschiedlicher Kinder, die ohne Ansehen
von Geschlecht, Nationalität und anderer Ausgrenzungsprinzipien,
ihren Fähigkeiten entsprechend miteinander und voneinander
lernen.
Alle Kinder werden mit ihrer einzigartigen Persönlichkeit
akzeptiert und gefördert und können im gemeinsam
gestalteten Kindergartenalltag individuelle Erfahrungen sammeln,
sich entwickeln und aneinander wachsen.
Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der kindlichen Persönlichkeiten
hat eine belebende Wirkung auf eine Kindergartengruppe. (*1)
Gruppenstärke
In unserer Einrichtung haben wir zwei integrative Gruppen
mit jeweils 14 Regelkindern und 4 Kindern mit besonderem Förderbedarf.
Betreuungszeiten
Frühdienst : 06.45 - 08.00 Uhr
Regelgruppen: 08.00 - 12.00 Uhr
Nachmittagsgruppen: 13.00 Uhr - 17.00 Uhr
Integrationsgruppen: 8.00-13/14/15/16.00 Uhr
Von großer Bedeutung für die Kinder mit erhöhtem
Förderbedarf ist die wohnortnahe Betreuung in der Kindertagesstätte.
Die Kinder werden von den Eltern gebracht und abgeholt, so
dass der wichtige Kontakt zu den Gruppenbetreuern während
der gesamten Kindergartenzeit erhalten bleibt. Es entstehen
Freundschaften in der Einrichtung und innerhalb der Elternschaft.
Mitarbeiterstruktur
In den Integrationsgruppen werden die Kinder von einer heilpädagogischen
und einer pädagogischen Fachkraft, einer Erzieherin,
einem Zivildienstleistenden und zur Zeit ambulant von therapeutischem
Fachpersonal (Krankengymnastik, Sprachtherapie und Ergotherapie)
betreut.
Räumlichkeiten
Die beiden integrativen Gruppen befinden sich im unteren
Gebäudeteil. Zu jeder Gruppe gehört ein Gruppenraum
von ca. 50 qm, ein Intensivraum von ca. 15 qm, sowie ein Wasch-
und ein Abstellraum .Die Halle mit ca. 80 qm wird auch für
therapeutische und pädagogische Angebote genutzt, desgleichen
der Werkraum und die Küche.
Inhaltliche Arbeit
Wir haben in der integrativen Arbeit das Ziel, die Ich-,
Sozial- und Sachkompetenz, die Kreativität und die Wahrnehmung
der Kinder zu fördern und zu stärken.
Die gemeinsame Betreuung und Förderung behinderter
und nichtbehinderter Kinder ist für uns selbstverständlich
und Ausdruck unseres Menschenbildes.
In unseren Gruppen werden Kinder mit sehr unterschiedlichen
Entwicklungsniveaus betreut.
Projekte bilden u.a. den gemeinsamen Lerngegenstand der Kinder.
Unser Ziel ist dabei, jedes Kind auf der Stufe seines individuellen
Entwicklungsniveaus anzusprechen. Das bedeutet, dass nicht
alle Kinder immer das gleiche tun, sondern jedes Kind sich
nach seinen Möglichkeiten einbringt. Jedem Kind soll
eine optimale Teilhabe am Projekt in der Alltagssituation
der Kindertagesstätte ermöglicht werden, mit der
zusätzlichen Gewährleistung besonderer Hilfen (z.B.
Ansprache der Kinder in Kleingruppen, ggf. auch Einzelförderung
und individuelle Förderung im lebenspraktischen Bereich).
Lebenspraktischer Bereich
Bei der Förderung im lebenspraktischen Bereich sterben
wir eine allgemeine Kompetenz in der Selbständigen Körperhygiene
(z.B. Waschen, Zähneputzen, An- und Auskleiden) an.
Auch der Umgang mit dem Essbesteck und die Zubereitung von
kleinen Speisen gehört dazu.
Interdisziplinäre Arbeit
In der integrativen Arbeit ist es notwendig, dass alle Teammitglieder
der Integrationsgruppen, Therapeut sowie Pädagoge, sich
gemeinsam über den Entwicklungsstand eines jeden Kindes
klar werden. Auf dieser Basis werden Spiel- und Lernangebote
geplant und Erziehungsaufgaben wahrgenommen. Ein interdisziplinärer
Austausch findet in regelmäßigen gemeinsamen Teamsitzungen
mit der Leitung statt.
Für die Einschätzung der Kinder stehen uns Hilfsmittel
wie Förderpläne und Beobachtungsbögen (s. Muster
im Anhang) zur Verfügung, die auch Grundlage für
Elterngespräche darstellen.
Elternarbeit
Die besonderen Belastungen, die ein Kind mit einem besonderen
Förderbedarf für seine Familie mit sich bringt,
fordern eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Elternhaus
und Kindertagesstätte. Eine sinnvolle Arbeit in den Integrationsgruppen
ist nur dann möglich , wenn alle Eltern die Integration
mittragen.
Ein Ziel der Elternarbeit ist der Informationsaustausch über
folgende Bereiche:
Familiäre Situation
Verlauf der Entwicklung
Konzeptionelle Arbeit der Kindertagesstätte
Die Entwicklung des Kindes während der Kindergartenzeit
Förderschwerpunkte für die einzelnen Kinder
In unseren Integrationsgruppen bieten wir:
- Aufnahmegespräch
erster Kontakt mit den Eltern
Tür- und Angelgespräche
Während der Bing- und Abholphase zwischen Eltern, Erzieherinnen/Therapeuten
Elternabende
Zum Kennenlernen und zum Informationsaustausch
Elternsprechtage
Begleitung bei Arztbesuchen, Behördengängen, Schulbesuchen
etc.
Beratung
Besprechung von Förderplänen und Entwicklungsberichten
für das einzelne Kind
Verarbeitung der Behindertenproblematik
Hausbesuche
Hospitationen (nach Absprache können die Eltern am Kindergartenalltag
teilnehmen)
Themenbezogene Elternabende
Literatur
(*1)
Schmidt, Susanne (2002): Miteinander Spielen, voneinander
lernen. Herder Verlag
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