Was bedeutet Wahrnehmungsförderung für die Kinder
im Kindergarten?
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Leider ist das Wort Wahrnehmungsförderung
in so vieler Munde schon zu einem Schlagwort geworden. Doch
so abgedroschen es auch klingen mag, wir können nur immer
wieder auf die Bedeutsamkeit dieser Förderung im Kindesalter
hinweisen, welche einen wesentlichen Grundstein unserer Arbeit
bildet. Kinder befinden sich im Kindergarten in einem Entwicklungsstadium,
wo sie sich und ihre Umwelt sinnlich erfahren
wollen. Sie wollen sich bewegen, sie wollen Dinge anfassen,
sehen, hören, schmecken, berühren, im wahrsten Sinne
des Wortes begreifen. Sie wollen und sollen sensomotorisch
gefördert werden.
Die vielen Informationen aus der Umwelt, die dem zentralen
Nervensystem zugeleitet werden, müssen gefiltert, in
Zusammenhang gebracht und in ein Schema eingeordnet werden
(sensorische Integration). Diese sensomotorischen Fähigkeiten
bilden die Grundlage für die persönliche, soziale
und geistige Entwicklung des Kindes.
Erst wenn diese Entwicklungsstufe abgesättigt ist, haben
die Kinder es später leichter, ihre geistigen Fähigkeiten
weiter auszubauen (z.b. Lesen, Schreiben, Rechnen). Tritt
hier ein Mangel an sinnlichen Erfahrungen auf, so kann dies
zu Konzentrationsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten
bis hin zu Sprach-, Lese- und Rechtschreibschwäche führen.
Wer z.b. den Unterschied zwischen der Zahl 14
und 41 erkennen will. Benötigt eine Raumvorstellung,
die bei Kindern einzig und allein über den Bewegungssinn
entwickelt wird. Leider fehlt es heutzutage vielen Kindern
an Motorischer Erfahrung. Enge Wohnungen, verkehrsreiche Straßen
usw. setzen ihrem persönlichen Bewegungsdrang Grenzen.
Häufig übernimmt das Fernsehen die Rolle des Spielkameraden,
sie sind körperlich kaum noch aktiv. Genau hier setzt
unsere psychomotorische Entwicklungsförderung an. Diese
Förderung erteilt den Kindern sozusagen Nachhilfe
in diesem Bereich.
Das Wort Psycho-Motorik zeigt schon vom Begriff her die Verknüpfung
psychischer und motorischer Prozesse und versteht sich immer
als ganzheitliche Entwicklungsförderung. Dies bedeutet,
dass Bewegung, Wahrnehmung (Sinneseindrücke), Erleben
und Handeln immer im Zusammenhang gesehen werden und nicht
voneinander zu trennen sind. Als Beispiel dafür wären
hier z.b. Angebote mit dem Schwungtuch, Bewegungsbaustellen,
Seifenrutschen zu erwähnen.
Wir hier im Kindergarten wollen den Kindern Raum schaffen,
Sinneserfahrungen in jeder Hinsicht zu machen und damit Chancen
für ein Leben und Lernen mit allen Sinnen geben.
Die Goldfischgruppe
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